LUFTFRACHTSICHERHEIT MIT V&V DABELSTEIN

LUFTFRACHTSICHERHEIT

 

Das Bombenattentat auf ein Flugzeug 1988 in Lockerbie, die Terroranschläge vom 11.09.2001, und die 2010 entdeckten Paketbomben aus dem Jemen führten zu verschärften Sicherheitsanforderungen im Bereich der Luftfracht. V&V als Reglementierter Beauftragter ist Teil der vom Luftfahrtbundesamt geforderten „sicheren Lieferkette“ (EU-Verordnung 2320/2002). Wir sorgen für einen gesicherten Transport von Ihrer Produktionsstätte bis zum Luftfahrtunternehmen am Abflughafen. Wir arbeiten mit zuverlässig geprüftem und geschultem Personal, sowie mit zertifizierten Transportunternehmen zusammen. Zu unseren Leistungen gehören:

  • Transportabwicklung
  • Umschlag
  • Lagerung
  • Durchführung von zugelassenen Kontrollen
  • Verpackung
  • Gefahrguthandling

 

Am 29.04.2013 endet die Übergangsfrist der EU-Verordnungen 300/2008 und 185/2010. Gemäß diesen Verordnungen verlieren „bekannte Versender“ ihren Status, wenn sie diesen mittels Sicherheitserklärung vor dem 29.04.2010 erhalten haben. Um weiter sichere Luftfracht versenden zu dürfen, benötigen sie eine behördliche Zulassung. Aufwändige und kostenintensive Anforderungen müssen dafür erfüllt werden. Bestellung von Sicherheitspersonal, Schulung von Personal mit Zugang zu identifizierbarer Luftfracht, Erstellung eines bekannte-Versender-Sicherheitsprogrammes, sowie positive vor-Ort-Bewertung des Luftfahrtbundesamtes sind nötig, um den Status "Bekannter Versender" zu erhalten.

Alternativ hierzu können Sie die Fracht von V&V durch zugelassene Kontrollmethoden „sicher“ machen lassen, ohne die kostenintensiven behördlichen Anforderungen zu erfüllen. Wir als Reglementierter Beauftragten haben diese Anforderungen bereits erfüllt und dürfen mit Hilfe von zugelassenen Kontrollmethoden „unsichere“ Fracht in „sichere“ Fracht einstufen.  

 

SICHERE LUFTFRACHTKETTE

Das Luftfahrtbundesamt versteht unter dem Begriff alle Akteure und Maßnahmen, die mit dem Versand von Luftfracht unter Einhaltung der gesetzlichen Sicherheitsanforderungen (EU-Verordnungen 300/2008 und deren Durchführungsvorschriften) in Verbindung stehen. Letztlich geht es darum, nur „sichere“ Luftfracht in Flugzeuge zu verladen (SPX, SCO oder SHR).

 

Wie entsteht „sichere“ Luftfracht?

Zum einen behördliche Zulassung des „bekannten Versenders“. Zum anderen Sicherung der Fracht mittels zugelassener Kontrollmethoden durch den Reglementierten Beauftragten (also V&V) oder eines Luftfahrtunternehmens. V&V bietet die komplette Lösung in dem wir als Reglementierter Beauftragter Ihre Ware abholen, bei uns im Lager kontrollieren und „sicher“ an das Luftfahrtunternehmen übergeben.

 

BEGRIFFSERLÄUTERUNG

 

Bekannter Versender

Es handelt sich um Unternehmen, bei denen Luftfracht als solche entsteht. Bis zum Ende der Übergangsfrist am 29.04.2013 konnten Versender Ihre Luftfracht als „sichere“ Fracht versenden, wenn sie Reglementierten Beauftragten gegenüber eine Sicherheitserklärung unterzeichneten. Mit Ablauf der Frist benötigen Versender eine behördliche Zulassung, um Fracht „sicher“ an reglementierte Beauftragte / Luftfahrtunternehmen zu übergeben.

 

Geschäftliche Versender

Der Geschäftliche Versender wird von einem Reglementierten Beauftragten benannt und kann seine Fracht nur ausschließlich mit Nurfracht -bzw. Nurpostflugzeugen transportieren lassen. Voraussetzung ist die Übergabe der „Luftsicherheitsanweisung für geschäftliche Versender“ und die Unterzeichnung der „Verpflichtungserklärung – Geschäftlicher Versender.

 

Zugelassene Kontrollmethoden und ergänzende Kontrollen

Röntgen

Unsere Kontrollen werden von ausgebildeten und vom Luftfahrtbundesamt geprüften Luftsicherheitskontrollkräften (LSKK) für Frachtkontrollen durchgeführt. Sie nutzen hierfür neueste Technologie der Firma Smiths Heimann. Die Röntgenbilder werden von den LSKK ausgewertet. Sie entscheiden, ob die Fracht „sicher“ eingestuft werden kann, oder ob aufgrund der Eigenschaften keine eindeutige Aussage getroffen werden kann. In diesem Fall muss eine zusätzliche Kontrollmethode genutzt werden.

Durchsuchung per Hand (Hand Search)

Voraussetzung ist die Ausstellung einer Enthaftungserklärung. Nach Erhalt öffnet die LSKK die Sendung und prüft die einzelnen Bestandteile. Sind alle Einzelteile harmlos, so vergibt die LSKK den Status „sicher“.

Sprengstoffdetektion

Die Kontrolle mittels Sprengstoffspürgerät als alleinige Kontrollmethode ist nicht zulässig. Nur in Verbindung mit der Durchsuchung per Hand können Packstücke „sicher“ eingestuft werden. Die LSKK nimmt von dem Packstück an mehreren Stellen eine Wischprobe und analysiert die Probe im Spurendetektionsgerät (Sniffer). Das Gerät wertet aus, ob sich Rückstände gefährlicher Gegenstände am Packstück befinden.  Nach erfolgter Prüfung erhält die Sendung den „sicheren“ Status.